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    Abrechnung25. Juni 20266 Min. Lesezeit

    TARDOC vs. TARMED: Was sich für Ihre Abrechnung wirklich ändert

    Zwei Systeme statt eines, ein neu aufgebauter Positionskatalog und maschinell prüfbare Regeln: die echten Unterschiede zwischen TARDOC und TARMED — und ihre Folgen für Abrechnungsteams.

    TL;DR

    TARMED war ein einziger Einzelleistungstarif für alles; seit dem 1. Januar 2026 verteilt sich die ambulante Abrechnung auf TARDOC-Einzelpositionen und Ambulante Pauschalen. Der Positionskatalog wurde neu aufgebaut — alte TARMED-Abrechnungsmuster lassen sich nicht übertragen —, und Limitationen sind jetzt maschinell prüfbar, sodass Versicherer Regelverletzungen systematisch zurückweisen.

    Der Kernunterschied: TARMED war ein einziger Einzelleistungstarif für alles; seit dem 1. Januar 2026 verteilt sich die ambulante Abrechnung auf TARDOC-Einzelpositionen und Ambulante Pauschalen — mit neuen Positionen, neuen Taxpunkten und strengeren, maschinell prüfbaren Regeln.

    Was sich tatsächlich geändert hat

    • Zwei Systeme statt eines. Standardisierte, klar abgrenzbare Behandlungen werden pauschal vergütet; alles andere über TARDOC-Einzelpositionen. Unter TARMED war alles Einzelleistung.
    • Neuer Positionskatalog. TARDOC-Positionen sind keine Umbenennung der TARMED-Positionen. Minutagen, Leistungskomponenten und Gruppierungen wurden neu aufgebaut — vertraute TARMED-Abrechnungsmuster lassen sich nicht eins zu eins übertragen.
    • Strengere Limitationen. Mengen pro Sitzung und Seite, Alters- und Geschlechtsbeschränkungen sowie Kumulationsregeln sind so definiert, dass sie automatisch geprüft werden können — auch von den Versicherern.
    • Pauschale hat Vorrang. Passt eine Behandlung auf eine Pauschale, ist die Abrechnung über Einzelpositionen nicht zulässig. Anästhesiepositionen etwa können bereits in einer chirurgischen Pauschale gebündelt sein.

    Praktische Folgen für Abrechnungsteams

    1. 1Alte Spickzettel sind hinfällig. Unter TARMED auswendig gelernte Positionsnummern und Kombinationen gelten nicht mehr.
    2. 2Rückweisungen folgen jetzt Regeln. Weil das Regelwerk maschinenlesbar ist, prüfen Versicherer systematisch. Fehler, die unter TARMED durchrutschten, kommen jetzt zurück.
    3. 3Der Pauschalen-Check kommt zuerst. Vor dem Codieren von Einzelpositionen muss geprüft werden, ob der Fall unter eine Ambulante Pauschale fällt.

    So bleibt die Abrechnung schnell

    Der sicherste Ablauf: jede Rechnung vor dem Versand gegen die offiziellen Tarifregeln validieren. Viali TARDOC macht das automatisch — schlägt Positionen aus einer Beschreibung in natürlicher Sprache vor, erkennt bereits in einer Pauschale gebündelte Leistungen und meldet Regelverletzungen vor der Einreichung.


    Häufig gestellte Fragen

    Was hat TARMED abgelöst?

    Seit dem 1. Januar 2026 ersetzen zwei aufeinander abgestimmte Systeme TARMED: der Einzelleistungstarif TARDOC und die Ambulanten Pauschalen.

    Sind TARDOC-Positionen dieselben wie TARMED-Positionen mit neuen Nummern?

    Nein. Der Katalog wurde mit neuen Minutagen, Leistungskomponenten und Regeln neu aufgebaut — TARMED-Abrechnungsmuster lassen sich nicht eins zu eins übertragen.

    Wann rechne ich eine Pauschale statt TARDOC-Positionen ab?

    Immer wenn die Behandlung einer definierten Ambulanten Pauschale entspricht. Die Pauschale hat dann Vorrang, und dieselbe Leistung darf nicht zusätzlich als Einzelposition abgerechnet werden.

    Ist die Abrechnung mit TARDOC strenger geworden?

    Ja. Limitationen und Kumulationsregeln sind maschinell prüfbar definiert, sodass Versicherer systematisch validieren und Regelverletzungen zurückweisen.

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