Die Probe weiss, wo sie herkommt
Vierzehn Probenarten, jede mit ihrem eigenen Weg vom Eingriff bis zum Befund. Der Code ist klinikweit eindeutig, jeder Statuswechsel trägt Person und Zeitpunkt, und Eigenfett kennt zwei Operationen: die, bei der es entnommen wurde, und die, bei der es zurückkam.
Ein Code, der klinikweit nur einmal vergeben wird
Jede Probe bekommt beim Anlegen einen Code aus dem Präfix der Klinik, dem Kürzel der Probenart und einer laufenden Nummer — etwa PKK-HIST-0311. Der Code ist über die ganze Klinik eindeutig, und das Präfix wird genau einmal gesetzt: Sobald die erste Probe existiert, sperrt Viali es. Das klingt streng und ist es auch. Ein nachträglich geändertes Präfix würde bedeuten, dass zwei Gläser im Kühlschrank dieselbe Nummer tragen können.
Vierzehn Arten, und jede hat ihren eigenen Statusverlauf
Histologie, Zytologie, Schnellschnitt, Mikrobiologie, Blut, Knochenmark, Stammzellen, Eigenfett, Eizellen und Samen, DNA und Genetik, Konkremente, Fremdkörper, Plazenta und Nabelschnur — und «Sonstige» für den Rest. Ein Schnellschnitt wird verarbeitet und liefert einen Befund; eine Histologie wird versendet und der Befund kommt zurück. Das sind verschiedene Wege, deshalb trägt jede Art ihre eigenen Zustände statt eines gemeinsamen Satzes, der auf keine davon richtig passt.
Entnommen bei der einen Operation, zurückgegeben bei der anderen
Eigenfett wird bei einem Eingriff entnommen, eingelagert und Monate später bei einem zweiten wieder eingebracht. Viali hält beide Operationen an derselben Probe fest — die Entnahme und die Reimplantation. Wer die Akte öffnet, sieht, woher das Material stammt, ohne im OP-Protokoll des Vorjahres nachzublättern. Probenarten, bei denen eine Rückgabe nicht vorkommt, zeigen dieses Feld gar nicht erst an.
Jeder Statuswechsel mit Person, Zeitpunkt und Labor
Ein Statuswechsel wird nicht überschrieben, sondern angehängt. Zu jeder Probe steht die vollständige Kette: wer sie entnommen hat, wer sie versendet hat, an welches externe Labor, wann der Befund eingegangen ist. Das ist die Frage, die im Alltag zählt — «wo steht die Probe von vor drei Wochen» — und sie wird beantwortet, ohne dass jemand ein zweites System pflegt.